STEROIDKUNDE 17 – METHYLTESTOSTERON

Es ist eines der ältesten bekannten und beliebtesten Steroide ist das Methyltestosteron. Zwar ist es international umstritten, ob es ein Prohormon oder ein orales ANABOLES Steroid ist, da es quasi erst im Körper zu einem Steroid umfunktioniert wird aufgrund der Zusammensetzung. Nichts desto trotz, ist es ein äußerst potentes Mittel für die verschiedensten Zwecke. Alles was ihr hierzu wissen solltet erfahrt ihr hier:

Allgemeines über Methyltestosteron:

Bei Methyltestosteron handelt es sich um eines der ältesten oralen anabolen Steroide überhaupt. Nachdem es um 1930 gelungen war, die Struktur des körpereigenen Testosterons zu entschlüsseln, bestand einer der nächste Schritte darin, den Wirkstoff Testosteron oral verfügbar zu machen. Da reines Testosteron bei der oralen Einnahme beim so genannten First Pass durch die Leber fast vollständig zerstört wird, brauchte man für eine orale Verfügbarkeit bestimmte Modifikationen für das Testosteron-Molekül. So entstand das Methyltestosteron. Da es sich bei Methyltestosteron um einen sehr alten Wirkstoff handelt, der mit vielen Nebenwirkungen behaftet ist, ist es umso erstaunlicher, dass es bis heute sowohl offiziell als auch inoffiziell eine so große Beliebtheit besitzt.

Die Wirkungsweise von Methyltestosteron:

Methyltestosteron ist aufgrund einer bestimmten Eigenschaft bei vielen Kraftsportlern Bodybuildern beliebt. Methyltestosteron steigert kurzfristig nach der Einnahme sowohl Kraft als auch Aggression deutlich. Aus diesem Grund wird Methyltestosteron gerne vor einer besonders intensiven Trainingseinheit oder einem Wettkampf eingenommen.

Die Nebenwirkungen von Methyltestosteron:

Auch wenn Methyltestosteron durch das Aromataseenzym nicht so effizient in Östrogen umgewandelt werden kann wie Testosteron, besitzt Methyltestosteron doch stark ausgeprägte östrogenbedingte Nebenwirkungen, die sich in starken Wassereinlagerungen, erhöhtem Blutdruck und einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer Gynäkomastie äußern. Dies beruht auf der Tatsache, dass Methyltestosteron durch das Aromataseenzym in 17-Methylöstradiol umgewandelt wird, welches wie Methyltestosteron nur schlecht von der Leber abgebaut werden kann und somit erheblich länger als Östrogen im Körper aktiv ist.  Neben den östrogenbedingten Nebenwirkungen besitzt Methyltestosteron auch ausgeprägte androgene Nebenwirkungen, die sich unter anderem in fettiger Haut, Akne, verstärkter Körperbehaarung, Haarausfall und einem erhöhten Risiko für Prostatavergrößerungen äußern. Auch hier spielt die 17-alpha-Alkylierung eine verstärkende Rolle. Das Reduktase-Enzym wandelt Methyltestosteron statt in Dihydrotestosteron in 17-alpha-Methyldihydro-Testosteron um, welches wie bereits 17-Methylöstradiol nur schlecht von der Leber abgebaut werden kann.

Strukturell gesehen handelt es sich beim anabolen androgenen Steroid Methyltestosteron um ein Testosteron-Molekül, welches durch Anhängen einer Methylgruppe an Position 17 oral verfügbar gemacht wurde. Aufgrund dieser 17-alpha-Alkylierung ist Methyltestosteron wie alle anderen 17-alpha-alkylierten Steroide potentiell leberschädlich, weshalb seine Einnahme in der Praxis meist auf maximal 6 bis 8 Wochen beschränkt wird. Methyltestosteron ist mittelmäßig androgen und anabol, wobei die androgene Wirkung schwächer als die von Testosteron ausfällt.

Da das anabole androgene Steroid Methyltestosteron wie bereits beschrieben ein sehr starkes Potential für Nebenwirkungen besitzt und zusätzlich aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit und nur moderaten anabolen Wirkung mehrmals täglich in relativ hohen Mengen eingenommen werden müsste, stellt es vom Nutzen-/Risiko-Verhältnis keine besonders gute Wahl dar. Die mit Methyltestosteron aufgebaute Muskelmasse ist stark von Wassereinlagerungen geprägt und geht zu einem großen Teil nach dem Absetzen schnell wieder verloren, da einerseits das eingelagerte Wasser ausgeschieden wird und andererseits die körpereigene Testosteron-Produktion durch Methyltestosteron sehr effizient unterdrückt wird. Natürlich könnte man den Nebenwirkungen mit einem Antiöstrogen wie Tamoxifen oder besser noch mit einem Aromatasehemmer wie Arimidex, Aromasin oder Femara in Verbindung mit einem Reduktase-Hemmer wie Finasterid entgegenwirken. Die Tatsache, dass die Kosten dieser begleitenden, nur die Nebenwirkungen bekämpfenden Produkte die Kosten des eigentlichen Wirkstoffes Methyltestosteron bei weitem übersteigen würden, und man für weniger Geld nebenwirkungsärmere und wirkungsvollere anabole androgene Steroide erhalten kann, macht die gesamte Verwendung jedoch sehr unattraktiv.

Die Dosierung von Methyltestosteron:

Typische beobachtete Dosierungen liegen hierbei im Bereich von 25 bis 50 mg Methyltestosteron etwa 60 Minuten vor dem gewünschten Wirkungseintritt. Beliebt ist hierbei auch die sublinguale Einnahme von Methyltestosteron, da diese die Aufnahme des Wirkstoffes stark beschleunigt. Diejenigen, die Methyltestosteron trotz aller dieser Vorgehensweise widersprechenden Gründe für den Muskelaufbau einnehmen, verwenden in der Praxis meist Dosierungen im Bereich von 50 – 100 mg Methyltestosteron pro Tag.

Dieser Artikel dient nicht der Beratung oder dem Zuspruch im Bezug auf das genannte Thema, und auch keinesfalls der Anwendungsempfehlung, sondern lediglich der Aufklärung über dieses Themengebiet!

 


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