STEROIDKUNDE 9 -  ANAVAR (OXANDROLON)

Beliebt wegen seiner vielseitigen Wirkungsweise als anaboles Steroid und im Vergleich zu Winstrol weniger negativen Auswirkung bringt Oxandrolon ein gutes Paket an Vorteilen für Kraftsportler und Bodybuilder. Alles über dieses Steroide erfahrt ihr hier:

Die Wirkungsweise von Oxandrolon:

Das anabole Steroid Oxandrolon wurde 1964 unter dem Markennamen Anavar erstmals offiziell auf den Markt gebracht. Anavar wurde mit dem Ziel entwickelt, ein Steroid zu liefern, das eine extrem niedrige androgene Wirkung besitzt. Im Vergleich zu Testosteron besitzt der Wirkstoff Oxandrolon nur etwa ein Viertel der androgenen Wirkung, was unter anderem darauf beruht, dass es sich bei Anavar um ein Derivat von Dihydrotestosteron handelt, welches vom 5-Reduktase-Enzym nicht in androgener wirkendes Dihydrotestosteron umgewandelt werden kann. Die androgene Wirkung von Anavar ist so mild, dass Oxandrolon sogar bei Kindern zur Förderung des Wachstums und bei Frauen zur Behandlung von Osteoporose eingesetzt werden konnte. In der Tat ist Oxandrolon das einzige anabole Steroid, das keine negativen Auswirkungen auf das Längenwachstum von Heranwachsenden besitzt. Ende der Achtziger wurde Anavar aufgrund zurückgehender Verkaufszahlen in Amerika und anderen Ländern vom Markt genommen, bis man vor einigen Jahren das Potential des Wirkstoffs Oxandrolon bei der Behandlung von AIDS erkannte, was dazu führte, dass die Produktion von Oxandrolon zumindest in Amerika wieder aufgenommen wurde.

Bei Oxandrolon handelt es sich um ein Dihydrotestosteron-Derivat, welches mit Hilfe einer 17-alpha-Alkylierung oral verfügbar gemacht wurde. Erstaunlicherweise besitzt Oxandrolon jedoch trotz seiner 17-alpha-Alkylierung ein für orale Steroide erstaunlich geringes Potential für eine Leberbelastung. Verschiedene Studien, bei der die Leberbestastung unterschiedlicher 17-alpha-alkylierter Steroide wie Methyltestosteron, Fluoxymesteron (Halotestin) und Methandriol mit der durch Oxandrolon verursachten Leberbelastung verglichen wurde, zeigte, dass Oxandrolon von allen untersuchten oralen anabole androgenen Steroiden die geringste Leberbelastung verursachte. So war beispielsweise die Leberbelastung durch 20 mg Anavar um ca. 70 Prozent geringer als die durch dieselbe Menge an Halotestin verursachte Leberbelastung. Einige Hersteller schreiben im Beipackzettel, dass eine mehrmonatige Anwendung von Oxandrolon die Leberfunktion nur unwesentlich negativ beeinflusst.

Die Wirkungsweise von Oxandrolon:

Das anabole androgene Steroid Anavar wird gerne während der Wettkampfvorbereitung und der Diät eingesetzt, da Oxandrolon eine gute Kraftsteigerung bewirkt und der Muskulatur ein deutlich härteres Aussehen verleiht, was unter anderem auf der nicht vorhandenen Umwandlung zu Östrogen beruht. Für dieses Einsatzgebiet werden in der Praxis Dosierungen im Bereich von 15 bis 25 mg Oxandrolon beobachtet, welche gerne mit anderen nicht aromatisierenden anabolen androgenen Steroiden wie Primobolan (Metenolon), Winstrol (Stanozolol), Halotestin und/oder Trenbolon kombiniert werden. Da die Halbwertszeit von Oxandrolon im Bereich von 8 bis 12 Stunden liegt, wird es von den meisten Sportlern nur zweimal täglich eingenommen. Besonders interessant für die Definitionsphase ist die Tatsache, dass einige Studien zeigen konnten, dass Oxandrolon den Körperfettanteil reduzieren kann – bei einer Studie sogar ohne begleitende sportliche Aktivitäten und einer Dosierung von nur 20 mg Oxandrolon pro Tag!

Die Nebenwirkungen von Oxandrolon:

Aufgrund seiner Struktur kann Oxandrolon nicht vom Aromatase-Enzym in Östrogen umgewandelt werden, weshalb östrogenbedingte Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen, erhöhter Blutdruck und Gynäkomastie bei der Einnahme von Oxandrolon kein Problem darstellen. Da das anabole androgene Steroid Oxandrolon nur eine sehr geringe androgene Wirkung aufweist, kommt es bei der Einnahme auch nur zu geringen androgenbedingten Nebenwirkungen, weshalb Oxandrolon auch gerne von Frauen eingesetzt wird, die Angst vor den mit anderen anabolen androgenen Steroiden in Verbindung stehenden „Vermännlichungserscheinungen“ haben. Die bei Frauen in der Praxis beobachtete Dosierung liegt hierbei im Bereich von 5 bis 25 mg Oxandrolon pro Tag. Alles in Allem handelt es sich bei Oxandrolon um ein sehr nebenwirkungsarmes anaboles androgenes Steroid, das in der Praxis selbst bei hohen Dosierungen von bis zu 80 mg pro Tag nur sehr wenige Nebenwirkungen mit sich bringt.

Aufgrund der Tatsache, dass Oxandrolon einerseits nur eine sehr geringe androgene Wirkung besitzt und andererseits nicht zu Östrogen konvertiert, unterdrückt es die körpereigene Testosteron-Produktion deutlich weniger als andere anabole androgene Steroide. Dies beruht darauf, dass eine negative Rückkopplung bezüglich der körpereigenen Testosteron-Produktion entweder durch eine überschüssige Menge androgener Wirkstoffe oder einen erhöhten Östrogenspiegel zustande kommt. Beides ist bei moderaten Dosierungen von Oxandrolon nicht gegeben. Bei höheren Dosierungen von Oxandrolon kommt jedoch die androgene Komponente stärker zum Tragen, was zur Folge hat, dass auch die Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion stärker ausfällt.

Die Dosierung von Oxandrolon:

Für den Masseaufbau ist Oxandrolon nur bedingt geeignet, da die Einnahme nicht zu deutlichen Massezuwächsen führt wie diese typischen für so genannte  Massesteroide (Testosteron, Dianabol, Anapolon) ist. Dafür ist die mit Hilfe von Oxandrolon aufgebaute Muskelmasse von hoher Qualität und kann nach dem Absetzen meist fast vollständig gehalten werden. Für den Muskelaufbau sind beim Oxandrolon jedoch Dosierungen im Bereich von 20 – 100 mg notwendig.

Dieser Artikel dient nicht der Beratung oder dem Zuspruch im Bezug auf das genannte Thema, und auch keinesfalls der Anwendungsempfehlung, sondern lediglich der Aufklärung über dieses Themengebiet!

 


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